About me

Journalismus und Technologie – für mich war das nie ein Widerspruch, sondern immer schon eine Einheit. Schon im Studium, das von Anfang an auf den Journalismus ausgerichtet war, habe ich Geschichte, Politikwissenschaft und Betriebswirtschaft kombiniert. Nicht, weil ich unschlüssig war, sondern weil ich wusste: wer Medien wirklich verstehen will, braucht mehr als nur die Redaktion.

Das Handwerk habe ich früh gelernt – noch vor dem Abitur, beim Mannheimer Morgen. Print zuerst, Lokalredaktion, das echte Fundament. Fernsehen kam dann beim SWR in Mainz dazu, wo ich die Grundlagen des TV-Journalismus lernte. Das Volontariat machte ich schließlich bei RNF – dem Sender, bei dem ich später Chefredakteur und Geschäftsführer werden sollte. Ein Bogen, der sich im Rückblick fast zwangsläufig anfühlt, es aber nicht war: Er entstand aus Haltung, Neugier und konsequentem Weitermachen.

Und von Anfang an mit dem, was technisch gerade möglich war: immer kleinere Kameras, mobile Datenübertragung schon Ende der 1990er Jahre, und bald darauf Mobile Journalism – also der Ansatz, journalistische Inhalte mit dem Smartphone oder minimalem Equipment professionell zu produzieren, ohne Übertragungswagen, ohne Studiobindung, direkt vom Ereignis. Diese Kombination aus journalistischer Haltung und technischer Neugier hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.

Bei RNF (Rhein-Neckar Fernsehen, damals in Mannheim) lief das alles zusammen: journalistische Leidenschaft, Technikaffinität, und schließlich auch mein betriebswirtschaftlicher Abschluss – denn ich übernahm dort schrittweise nicht nur die redaktionelle, sondern auch die unternehmerische Verantwortung, zuletzt als Chefredakteur und Geschäftsführer. Jahrelange redaktionelle Arbeit im Corporate-Communication-Bereich für einen der größten Chemiekonzerne der Welt, Vorstandsinterviews, interne Medienmarkenentwicklung – all das ließ sich hier einbringen und weiterentwickeln.

Dann kam das Ende. Anfang 2026 stellte RNF den Betrieb ein. Der Tod des geschäftsführenden Gesellschafters hatte dem Sender nach mehreren ohnehin schon herausfordernden Restrukturierungsphasen unter schwierigen, krisenhaften Rahmenbedingungen wie der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise die unternehmerische Resilienz genommen – und das in einem Umfeld, das für Regionalmedien kaum noch Spielraum lässt. Denn was RNF traf, ist kein Einzelschicksal: Algorithmen haben klassische Gatekeeper-Rollen übernommen, Werbebudgets wandern ins Silicon Valley, Nachrichtenwüsten entstehen dort, wo Lokaljournalismus verschwunden ist. Ich habe diesen strukturellen Verfall nicht nur erlebt – ich habe ihn analysiert, in Vorträgen beschrieben und öffentlich debattiert: über konstruktiven Journalismus als demokratischen Stabilisator, über Marktversagen im Medienmarkt, über die Frage, ob Journalismus zur Daseinsvorsorge werden muss, um zu überleben. Als Speaker spreche ich regelmäßig zu diesen Fragen – vor Rotary-Clubs, auf Podien, in Fachkreisen. Journalismus, Gesellschaft, Digitalisierung: Das sind keine abstrakten Themen für mich, das ist gelebte Berufsbiografie.

Mit der Zäsur begann ein neues Kapitel. Ich habe sie genutzt.

polisMEDIA ist meine Kommunikations- und Strategieberatung. Ich helfe Organisationen, die in Bewegung sind: Unternehmen, die sich neu erfinden, Institutionen, die kommunizieren wollen statt nur zu informieren, Führungskräfte, die ihre Botschaft schärfen müssen. Transformation braucht Sprache. Die liefere ich.

Pawcademy ist meine zertifizierte Hundeschule nach §11 TierSchG – und ein ernsthaftes Bildungsprojekt, das konsequent auf digitale Formate setzt. Wer denkt, das hat nichts mit Medien zu tun, hat noch nie versucht, komplexe Lerntheorie in ein 90-Sekunden-Video zu packen, das wirklich funktioniert. Mein Rhodesian Ridgeback Master Yoda ist dabei unverzichtbarer Praxispartner – und gelegentlich auch mein härtester Kritiker. Für Pawcademy habe ich außerdem einen eigenen KI-gestützten Trainingsplan-Generator entwickelt: kein Spielzeug, sondern ein strukturiertes Tool, das individuelle Hunde-Profile auswertet und maßgeschneiderte Übungsprogramme generiert.

KI ist ohnehin Teil meines Arbeitsalltags – als strukturelles Arbeitsmittel, nicht als Hype. Ich bin kein Entwickler. Aber ich kann Probleme so formulieren, dass Maschinen sie lösen, und Ergebnisse so einordnen, dass Menschen sie nutzen können. Das ist ein unterschätztes Skill-Set, das aus 30 Jahren Erfahrung an der Schnittstelle von Inhalt und Technologie gewachsen ist.

Social-Media-technisch bin ich dort, wo es inhaltlich Sinn macht: auf Mastodon als freier, dezentraler Alternative zu den Plattformkonzernen – ein Thema, über das ich auch geschrieben habe – und auf LinkedIn für berufliche Kontakte.

Daneben co-moderiere ich den Podcast Books & Bolo mit dem Historiker Johannes Tröger. Wir reden über Bücher, die es wert sind, geredet zu werden – zuletzt über Eric Clines „1177 v. Chr.“ und was der erste Untergang der Zivilisation über unsere Gegenwart verrät. Außerdem bin ich Distrikt-PR-Chair beim Rotary District D1860 – Ehrenamt, das ich ernst nehme.

Ich lebe und arbeite in Heidelberg. Was ich suche? Aufgaben mit Substanz – als Berater ebenso wie in einer Festanstellung. Führungsrollen in Transformation, Beratungsmandate mit echtem Gestaltungsspielraum, Projekte an der Schnittstelle von Kommunikation, Medien und Strategie. Ich bin kein Generalist ohne Profil – ich bin ein Integrator mit dreißig Jahren Erfahrung darin, komplexe Dinge verständlich zu machen und komplizierte Situationen in Bewegung zu bringen.

Wer das braucht – ich bin erreichbar.


Dieses Blog trägt den Namen 50 | frames – und der hat eine Geschichte. 25 Bilder ergeben im klassischen Fernsehen eine Sekunde. Das Blog hieß früher entsprechend 25 frames. Irgendwann stellten wir auf den höheren Standard 50p um – 50 Bilder pro Sekunde, schärferes Bild, mehr Information, mehr Tiefe. Der Name zog mit.

Ursprünglich als Blog für Broadcast-Technik gedacht, ist daraus über die Jahre ein Sammelsurium geworden: Berufliches und Privates, Technologie und Journalismus, Reisen und Hunde, Medienpolitik und Alltagsbeobachtungen. Manchmal intensiv bespielt, manchmal über Monate vernachlässigt – je nachdem, was die Arbeits- und Lebensphase gerade zuließ. Das ist keine Entschuldigung, sondern einfach die Realität eines vollen Lebens.

Was sich nie verändert hat: die Überzeugung, dass man eine eigene, unabhängige digitale Heimat braucht. Nicht eine Seite auf einer Plattform, deren Regeln sich morgen ändern können, sondern einen Ort, der einem selbst gehört. Das ist für mich dieses Blog – eine Brücke zwischen Technologie, Journalismus und dem Leben. Immer noch.